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Von der Idee zum Prototypen: Rapid Prototyping Workshop bei Noerr in Düsseldorf

Am 2. September 2019 haben recode.law und Noerr erfolgreich einen Rapid Prototyping Workshop in Düsseldorf veranstaltet. Über 40 Studierende versammelten sich an diesem Tag im Büro von Noerr, um eigene Legal-Tech-Lösungen zu bauen. Bei den Teilnehmern handelte es sich um Praktikanten aus der Noerr Sommerakademie, externe Bewerber und Mitglieder von recode.law.

Der Workshop begann mit einer Begrüßung und Vorstellung unseres Vereins. Es folgten einige einleitende Worte von unserem Gastgeber Noerr, namentlich von dem Partner und Leiter des Düsseldorfer Büros Dr. Stefan Blum und dem Associate Frédéric Kuhn. Anschließend stellte die Personalreferentin Dr. Nathalie Herrmann die weiteren Angebote von Noerr für Studierende vor.

Den inhaltlichen Teil der Workshops eröffnete unser Vorstandsmitglied Paul Welter mit einem Impulsvortrag zu der Frage „Was ist Legal Tech?“. Dabei beschrieb Paul nicht nur die verschiedenen Definitionen von Legal Tech, sondern schilderte auch aktuelle und zukünftige Entwicklungen in diesem Bereich. Dann übernahm unser Speaker David Middelbeck die Leitung des Workshops. David ist Wirtschaftsinformatiker und Co-Founder von TechLabs und edyoucated. Mit diesen Projekten hat er sich die Vermittlung von digitalen Fähigkeiten zum Ziel gesetzt.

Zunächst stellte David die Grundlagen des Rapid Prototyping vor. Dabei handelt es sich um eine Design-Methode zum schnellen Modellbau. Prototypen ermöglichen eine frühzeitige Fehlererkennung unter stetiger Berücksichtigung von Feedback. Eine schnelle Vorgehensweise ist dabei nicht nur kostengünstiger und einfacher, sondern kann mittels vieler Designiterationen auch das finale Produkt verbessern.

Nun sollten sich die Teilnehmer selbst an dieser Methode versuchen. Hierzu wurden sie in sieben Gruppen mit je fünf oder sechs Mitgliedern eingeteilt. Zudem wurde jeder Gruppe eine Case Study zugeordnet. Insgesamt gab es drei Szenarien: Die erste Case Study war die Entwicklung eines digitalen Workstreams. Dieser sollte es einer Kanzlei ermöglichen, die Arbeit an einem komplexen Mandat praxisgruppenübergreifend zu koordinieren. Die zweite Case Study hatte ein digitales Knowledge Management Tool zum Gegenstand. Das finale Produkt sollte nicht nur kanzleiintern über Änderungen der Rechtslage informieren, sondern auch das Sonderwissen einzelner Teammitglieder abbilden. Die dritte Case Study befasste sich schließlich mit einem digitalen Fristenkalender, der sämtliche Fristen einer Kanzlei umfassend und sicher darstellen sollte.

Nach dem Mittagessen ging es weiter mit dem ersten Schritt auf dem Weg zur Lösung dieser Problemstellungen, dem sog. Sketching. Hierbei sollten die Teams mit Zettel und Stift (also zunächst abseits des Rechners) die grobe Struktur und den User Flow ihres späteren Prototyps entwerfen. Es ging in dieser Phase nicht um die Details, sondern um das schnelle Ausprobieren verschiedener Layouts. Nachdem jede Gruppe eine gemeinsame Skizze entwickelt hatte, wurde diese den Teilnehmern aus den anderen Gruppen vorgestellt. Durch diese Feedbackrunde sollten neue Impulse und Kritik eingeholt werden.

Anschließend erläuterte David weitere Einzelheiten zur Theorie und Methodik des Prototyping. Zudem stellte er das webbasierte Tool Figma vor, mit dem man kollaborativ ein Interface gestalten kann. Das erlernte Wissen sollten die Gruppen nun anwenden, um am Computer aus ihrem zuvor skizzierten Entwurf einen interaktiven „Click-Dummy“ zu entwickeln. Endprodukt sollte nicht etwa ein voll funktionsfähiges Programm sein, sondern ein möglichst realitätsnaher Prototyp, der die zentralen Funktionalitäten der späteren Anwendung modelliert.  

Nach nur 60 Minuten Bearbeitungszeit kam die Stunde der Wahrheit. Nachdem David noch einmal das Tagesprogramm zusammengefasst hatte, wurden nun die entwickelten Prototypen im Plenum präsentiert. Dazu hatte jede Gruppe nur wenige Minuten Zeit. Die große Kreativität und Komplexität der vorgestellten Projekte übertraf alle Erwartungen. Zugleich überzeugte jede Gruppe mit einer individuellen Lösung, die sich selbst von den anderen Prototypen zur selben Case Study klar unterschied. Nach sieben beeindruckenden Pitches zog sich die Jury, bestehend aus Workshopleiter David Middelbeck, Noerr Associate Frédéric Kuhn und recode.law Vorstandsmitglied Mathias Schuh zur Beratung zurück.

Wenig später wurde die besten drei Teams prämiert. Die Entscheidung war der Jury aufgrund der hohen Qualität sämtlicher Prototypen äußerst schwer gefallen. Am Ende gewann eine Umsetzung des digitalen Fristenkalenders. Das Gewinnerteam überzeugte durch ein ansprechendes Layout verbunden mit einer besonders vielseitigen Funktionalität. Damit war der offizielle Teil des Workshops beendet. Es folgte ein gemeinsamer Ausklang des Abends mit Speisen und Getränken.

Für recode.law war dieser Workshop ein voller Erfolg. Wir freuen uns außerordentlich über das durchweg positive Feedback. Unser besonderer Dank gilt unserem Partner Noerr, dem hervorragenden Workshopleiter David Middelbeck und allen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die diesen Workshop durch ihre kreativen Ideen bereichert haben.

Autor: Leonhard Weitz

Fotos: manorlux.de